Besinnlichkeit, Liebe, Mitgefühl, Nicht-Zeit

Besinnlichkeit, Liebe, Mitgefühl, Nicht-Zeit

Ich möchte Dir ganz herzlich für die Zeit danken, in der wir in diesem Jahr gemeinsam geübt und praktiziert haben. Ich freue mich über Dein Interesse am Yoga und vor allem darüber, wenn Du den von Dir gewünschten Effekt erreichst.

Nichts ist wichtiger, als sich in unserem hektischen Alltag Zeit zu nehmen. Gemeinsame Zeit mit unseren Lieben, aber auch für uns selbst. Wir vergessen oft, warum wir überhaupt Weihnachten feiern. Wir feiern die Geburt Jesu, der in seinen späteren Jahren die Nächstenliebe gelebt und vermittelt hat. Selbst diejenigen unter uns, die nicht religiös sind, feiern Weihnachten. Im Grunde geht es doch darum, sich seinen Mitmenschen und sich selbst liebevoll zuzuwenden. In Sanskrit bezeichnen die Begriffe maitrī und karuṇā den Zustand von liebender Güte/liebevoller Zuwendung und Mitgefühl.

Ab dem 25.12. beginnen die Rauhnächte. Sie enden nach zwölf Nächten am 05.01. Seit der frühen Neuzeit symbolisieren sie die Phase, in der alle Naturgesetze außer Kraft gesetzt sind. Diese Zeit entstand aus der Umstellung vom Mond- auf den Sonnenkalender. Dieser weist elf Tage oder auch zwölf Nächte mehr auf. Also 365 Tage statt 354 Tage. Die fehlenden Tage wurden also an den Mondkalender angehängt. Die Rauhnächte sind eine Zeit die ist und zugleich nicht ist. Unsere Ahnen glaubten, in dieser Nicht-Zeit könne keine Tätigkeit fruchten. Sie zogen sich in ihre Häuser zurück und die Arbeit ruhte. Wir können sie heute als eine Art Schwebezustand betrachten, eine Zeit inne zu halten, uns neu auszurichten, in Erwartung darauf, was das neue Jahr uns bringen wird oder einfach nichts tun.

Egal ob wir einer Religion angehören, ob wir gläubig sind oder nicht, Christen, Muslime, Juden (die  am 03.12. Chanukka gefeiert haben) Buddhisten, Hindus oder Atheist, die Zeit um den Jahreswechsel herum ist immer irgendwie etwas Besonderes.

Vielleicht findest Du Dich irgendwo wieder und kannst die Zeit und Nicht-Zeit für Dich mit Besinnlichkeit, Liebe, Mitgefühl und Nichtstun füllen.

In der Mediathek habe ich ein Youtube-Musikvideo eingestellt. Es ist das Mantra „lokah samastah sukhino bhavantu“ in einer Version von Renee Sunbird. In Kurzform bedeutet es soviel wie „mögen alle Wesen in allen Welten glücklich sein“.

Ich wünsche Dir alles Liebe!

Sei gut zu Dir! 

 

Bildquelle: Fotolia